Die Informatikmittelschule (IMS): Für künftige Softwareentwickler Leave a comment

Anwendungen – auch Software genannt – sind Programme, die für bestimmte Prozesse eingesetzt werden. Heute werden sie überall eingesetzt, z.B. zur Steuerung des Bahnverkehrs, des Zahlungsverkehrs in der Bank, im Operationssaal oder zur Steuerung eines Flugzeugs.

Die Informatikmittelschule führt in vier Jahren zur kaufmännischen Berufsmaturität und zum eidgenössischen Fähigkeitsausweis in der Softwareentwicklung.

Anforderungen zur Aufnahme in die IMS

Sie haben die Oberschule auf mittlerem oder fortgeschrittenem Niveau abgeschlossen und machen sich sehr gut. Sie möchten den eidgenössischen Fähigkeitsausweis als „Informatiker/in im Bereich der Softwareentwicklung“ erwerben und interessieren sich sehr für Informatik und Wirtschaft.

Wer besucht die IMS?

IMS

Wer von Zahlen und Technik fasziniert ist, mit Präzision und Ausdauer arbeitet, die Dinge gerne von Grund auf versteht, Freude am Umgang mit Computern hat, Produkte entwerfen und herstellen möchte und in einer zukunftsweisenden Branche arbeiten möchte sowie gute  ist bei IMS richtig.

Dafür müssen Sie zuallererst die Aufnahmeprüfung bestehen. Dieser Test testet Ihre Fähigkeiten in Deutsch, Französisch, Englisch und Mathematik. Zum Bestehen der Prüfung ist eine Punktzahl von mindestens 4,0 erforderlich. Bei vielen Schülerinnen und Schülern, die nicht alle Anforderungen besitzen bzw. unsicher sind, ob sie gut auf diese Prüfung vorbereitet sind, sollten lieber einen IMS-Vorbereitungskurs besuchen, damit sie sich mehr Chancen lassen, die Prüfung ohne Weiteres bestehen zu können.

Nach der IMS – Zusatzqualifikationen

Informatikmittelschule

Es gibt ganz verschiedene Wege, die man nach der IMS wählen kann. Den Absolventinnen und Absolventen von IMS wird eine breite Palette von Möglichkeiten geboten: Ein Beruf als Anwendungsentwickler/in, eidgenössische Berufsbildungsprüfungen in Informatik, höhere kaufmännische Berufe, Zugang ohne Prüfung zu Fachhochschulen, Universitäten und ETH.  Absolventinnen und Absolventen von IMS sind in der Lage, folgende Bereiche zu beherrschen:

  • Softwareengineering (Analyse, Design und Implementierung)
  • Web-Engineering
  • Software Entwicklung mit höheren Programmiersprachen
  • Programmierung von mobilen Apps
  • Entwicklung von Datenbanken
  • Entwicklung von cloudbasierten Systemen
  • Aufbereitung und Verarbeitung von Daten

Warum ist die IMS eine gute Wahl für zukünftige Informatiker?

Vorteile der Informatik

Informatikmittelschulen kombinieren die Ausbildung zum Informatiker (Fachrichtung Softwareentwicklung) mit einer wesentlich vertieften allgemeinen Ausbildung. Da es sich um eine dreijährige Vollzeitschulausbildung handelt, bleibt genügend Zeit für eine solide praxisorientierte IT-Ausbildung und für allgemeine Fächer wie Sprachen, Naturwissenschaften und Wirtschaft (je nach Art der IMS). Der Abschluss ermöglicht auch den Zugang zur Universität oder zur ETH.

Relevanz der Praxis

In 32 Computermodulen erwerben die Schüler das notwendige Wissen, das durch praktische Beispiele vertieft wird. Weitere Projekte geben ihnen die Möglichkeit, das Gelernte anzuwenden.

Professoren von Fachhochschulen, Berufsakademien und Informatik mit pädagogischem Hintergrund sorgen für eine praxisorientierte Ausbildung. In der Praxis zeigen die Jugendlichen, was sie gelernt haben.

Vielfältig und anspruchsvoll

Die Computerkurse am IMS sind umfangreich, aber auch anspruchsvoll: In der ersten Jahreshälfte werden Themen wie „Charakterisierung, Aufbereitung und Auswertung von Daten“ und „Verfahrenstechnische Umsetzung von Programmabläufen“ unterrichtet. Darüber hinaus kümmern sich die Schüler um die „Netzwerkinfrastruktur für ein Kleinunternehmen“ und lernen die Grundlagen der IT.

In den weiteren Semestern stehen Themen wie „Erstellung von Webpräsenzen“, „Programmieren mit Objekten“ oder „E-Commerce-Anwendungen“ auf der Tagesordnung. Insgesamt werden die Schüler 32 Computermodule absolvieren.

Nach drei Jahren Unterricht absolvieren die Schüler ein einjähriges Praktikum in einem IT-Unternehmen, wo sie ihr Wissen in realen Projekten anwenden können. Einen Vorgeschmack auf die praktische Seite sollten sie jedoch bereits im zweiten Jahr während eines kurzen vierwöchigen Praktikums in einem IT-Unternehmen bekommen.

Umfassende Allgemeinbildung

Die Informatikmittelschüler erwerben einerseits den eidgenössischen Fähigkeitsausweis in Informatik und andererseits die Berufsmaturität in Wirtschaftswissenschaften. Infolgedessen belegen die IMS-Schüler während ihrer dreijährigen Schulzeit eine breite Palette allgemeinbildender Fächer. Dazu gehören Fremdsprachen, Wirtschafts- und Finanzbuchhaltung, Technik und Umwelt, aber auch Mathematik oder Geschichte und Politik.

Informatik wird immer mehr beliebt

Das Fach Informatik steht jedoch bei den meisten IMS-Studenten an der Spitze der Beliebtheitsskala. 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.